Neues lernen bei Demenz?

Auch bei Demenz kann Neues gelernt werden – worauf man dabei achten sollte und wie dies dazu beitragen kann, die Selbstständigkeit von Menschen mit Demenz zu fördern.

Unserer Erfahrung nach sind Menschen mit Demenz definitiv in der Lage, den Umgang mit neuen Geräten zu erlernen.

Menschen mit Demenz richtig fördern

Menschen mit Demenz zu fördern folgt dabei den gleichen Prinzipien wie Menschen zu fördern, die nicht dement sind.

Erstens ist die Motivation dann hoch, sich anzustrengen und etwas Neues zu lernen, wenn man auch den persönlichen Nutzen oder den persönlichen Gewinn als hoch ansieht. Ist dieser Nutzen stark genug, dann klappt es doch noch, zum Beispiel mit einem Rollmobil umgehen zu können. Immerhin erschließt sich in diesem Fall dem von Demenz betroffenen Menschen ein viel größerer Spielraum im Alltag, was einen großen Ansporn darstellt.

Motivation zu Lernen und Flow-Erleben

Zweitens ist es essenziell, das richtige Niveau an Herausforderung zu finden, das jetzt besteht. Dieses darf weder zu hoch noch zu niedrig sein. Bei einer zu hohen Anforderung scheitert man laufend und ist frustriert und entmutigt. Bei einer zu geringen Herausforderung ist man hingegen gelangweilt. Der ungarischstämmige amerikanische Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi prägte dafür das Konzept des Flow-Erlebens: Gebe ich mich einer Aufgabe hin, die mich erstens interessiert und zweitens das richtige Anforderungsniveau bietet, gerate ich in einen Zustand, in dem ich ganz und gar in einer Tätigkeit versinke (= Flow). Ich bin dann nahezu vollständig intrinsisch motiviert und sehr daran interessiert, die Tätigkeit fortzusetzen.

All die genannten Prinzipien legen wir von “Demenzbetreuung selbstbestimmt” unseren Entscheidungen zugrunde, wie wir Menschen mit Demenz unterstützen, wie wir ihnen assistieren und wie wir Ihre Fähigkeiten fördern.